Melbourne

Jetzt sind wir endgueltig auf Tour. Gestern hatten wir unsere letzten checkout-Fluege. Jane ist mit Scott nach Bankstown geflogen und hat uns die notwendigen Flugkarten besorgt. Anschliessend hatten wir dann noch einen 3-Stunden-Navigationsflug der uns unter anderem nach Canberra gebracht hat. Eigentlich wollten wir dann ja direkt los, aber wir waren doch ein wenig muede und haben beschlossen, heute entspannt loszufliegen.

Nachdem Gabriele der Aufenthalt ein Paar Socken gekostet hat, die zum Trocknen auf der Lampe aufgehaaengt dann doch verschmort sind und wir dann noch das Motel gewechselt haben, weil die Taxifahrer vor Ort unser erstes Motel boykottiert haben, sind wir froh heut morgen entspannt gestartet.

Erste Etappe war ein Kuestenflug nach Westen bis Great Lake Entrance. Ich bin dabei ueber die Wolken gestiegen, Gabriele blieb unten, was im Nachhinein betrachtet die bessere Entscheidung war. Ich musste mir dann von Melbourne Center erst wieder ein Loch zeigen lassen, durch den ein VMC Abstieg moeglich war um nicht illegal in IFR zu fliegen. Dabei zeigte sich aber deren grosse Hilfsbereitschaft und Geduld mit den durch das Australische Englisch teilweise verursachten Sprachschwierigkeiten.

Unter den Wolken angekommen aenderten wir dann unsere Destination, da unser Zielplatz PPR war und es ausserdem keinen Kaffee dort geben sollte. Deswegen kurz nach Bairnsdale umgeroutet. Dort gab es dann einen Kaffee zum selberbruehen und Kontakt mit anderen Piloten, die ueberraschend gerade dann auch in der Platzrunde auftauchten, als Gabriele dort einfliegen wollte. Da der Pilot die Landebahn nur langsam frei machte, kam Gabriela sogar zu einem go around und das auf einem voellig einsamen Kuestenplatz.

Nach dem Stopp ging es nun weiter nach Melbourne Essedon. Ein Platz, bei dem man die Skyline von Melbourne perfekt im Anflug fotografieren kann, sofern man ueber Station Pier, also den Hafen einfliegt. Na ja, das mit den Fotos hat dann doch nicht so geklappt, da sich Janes Kamera verstellt hatte und wir den Anflug damit filmten, statt zu fotografieren. Zum Glueck hat Margrit in der anderen Maschine ausreichend Bilder gemacht und das dann doch ganz entspannt. Wieso doch? Kurz vorher sah es nicht nach Entspannung in der Maschine von Gabriela aus. Ueber 123,45 erreichte uns die Nachricht, dass bei Gabriela ein Problem mit der Elektrik aufgetreten ist und die Batterie entlaedt. Dann stellte sich als Ursache fuer das Problem jedoch nur eine Sicherung heraus, die rausgesprungen war.

Noch ein Tipp fuer Auutralienflieger: Flugplaene werden hier anders gehandhabt. Man braucht stets einen, wenn man vor hat in Luftraum C oder D einzufliegen. Allerdings kann man bequem Zwischenlanden wo man will, es passiert nichts. Auch muss ein Flugplan nicht geschlossen werden, es sei denn man hat extra eine SAR Zeit angegeben.

Soweit ersteinmal die neuesten Infos von gestern und heute. Jetzt bleiben wir bis uebermorgen hier, sehen uns die Stadt an und dann wollen wir weiter nach Kangoroo Island.

Posted In