Go West

Eigentlich wollten wir vom Ayers Rock aus nach Osten fliegen um dort noch ein wenig Inselhopping zu machen. Am Neujahrsmorgen jedoch stellte sich die Wetterlage dort als nicht geeignet heraus. Monsunartiger Regen, Thunderstorms. Wir mussten umplanen. Zum Glueck hatte ich auf meinem Tablett PC auch die Karten von Westaustralien dabei und Gabriele hatte mit dem Garmin 1000 auch verlaessliche Angaben zu Luftraeumen und Terrain, so dass sie ueber Funk mit uns in Kontakt stehend nach einer Strassenkarte navigieren konnte.

So geruestet flogen wir dann durch die Wueste Richtung Westen. Wobei Wueste koennen wir eigentlich nicht zu dem sagen, was wir gesehen haben. Denn Dank starker Regenfaelle waren das rote Zentrum sowie alle Wuesten die wir uebeflogen gruen. Auf halber Strecke landeten wir in Warburton, dort hatte ich Steve ueber unsere voraussichtliche Ankunftszeit informiert, und wir bekamen Sprit. Dann ging es weiter - noch mehr gruene Wueste - bis Kalgoorlie-Boulder. Unglaublich war schon im Anflug der Blick in die tiefen Schaechte der Gold-und Nickelminen. In der Stadt selber kam uns dann alles wie in einer Goldgraeber-Stadt aus amerikanischen Western vor, allerdings war alles noch aktiv und ausser dass die Zahl der Arbeitslosen gerade dramatisch gestiegen war, da der Nickelpreisverfall zur temporaeren Schliessung einiger Minen gefuerht hatte, hatten wir den Eindruck in einer reichen Stadt zu sein. Am naechsten Tag brachte uns dann ein Taxifahrer zu einem spektakulaeren Lockout, der uns den Blick in die Tiefe der Bohrloecher aus der Naehe ermoeglichte.

Tipp fuer Australienflieger: Warburton ist die Tankstelle auf dem Weg zwischen Kalgoorlie und Alice Springs, bei der alle kleinen Flieger einen Tankstopp machen. Die Telefonnummer von Steve findet sich nur im Verzeichnis der privaten Landebahen, herausgegeben von der AOPA.

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